Im zweiten Anlauf auf die Bütlasse (3193m)

Mein Vater und ich haben seit letzem Herbst eine offene Rechnung mit der Bütlasse. Damals mussten wir unseren Begehungsversuch auf einer Höhe von knapp 2900m abbrechen. Die z.T. schon eisigen Bedingungen erschienen uns damals zu riskant und zwangen uns zur Umkehr. Fest entschlossen, dieses mal rauf zu kommen, gingen wir die 3193m hohe Nachbarin des Gspaltenhorns am 25. Juli noch einmal an. Dieses mal mit jenen Eispickeln, die wir letzten Herbst so schmerzlich vermisst hatten.

Und tatsächlich, im zweiten Anlauf war uns die Besteigung nicht vergönnt. Aber auch dieses mal waren die Bedingungen (resp. unsere Ausrüstung) nicht optimal. Nachdem wir um 6:30 Uhr bei der Griesalp losgegangen waren, erreichten wir nach gut vier Stunden Aufstieg die Höhe, auf welcher wir letztes Jahr Kehrt machten. Erschwerend waren heuer die Restschneebänder, die sich auf der ganzen Länge durch die Geröllhalde zogen und immer noch tief gefroren waren. Wir hatten keine Steigeisen dabei und mussten folglich mühsam Tritte in den Firn schlagen um die Schneefelder passieren zu können. Nahrhaft! Anschliessend gings vergleichsweise rasant auf den Gipfel, wo man eine eindrückliche Aussicht hinüber zum Gspaltenhorn, zur Blüemlisalp und zum Rest der Berner und Walliser Hochalpen hat. Der Abstieg gestaltete sich dank der Sonneneinstrahlung dann einfacher. Trotzdem ist es empfehlenswert, sich an diesem Berg nicht ohne Steigeisen und Pickel zu versuchen.

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