Archive for October, 2008

Die Freisetzung des unerschrockenen Steinbocks naht

Monday, October 20th, 2008

Intrepid Ibex – so heisst das jüngste Kind von Canonical. Am 30. Oktober ist es soweit: Pünktlich wie immer, genau 6 Monate nach dem letzten Release, wird Ubuntu 8.10 freigegeben. Eine weitere gute Gelegenheit für alle, die sich von ihren proprietären Betriebssystemen entfesseln wollen, auf ein freies OS zu wechseln.

Interpid Ibex enthält den Linux Kernel 2.6.27, welcher eine Reihe von Verbesserungen verspricht, insbesondere im Bereich von WLAN- und Webcam-Treibern. Ausserdem mit an Bord ist z.B. der neuste X-Server X.org 7.4, der neue NetworkManager 0.7 mit 3G-Unterstützung, sowie GNOME 2.24. Wer nicht bis am 30. warten mag, kann sich jetzt schon die Beta-Version herunterladen.

Was die Schweiz schon immer wissen wollte

Monday, October 6th, 2008

Ach, was wir da nicht wieder alles erfahren in der Arena. Der Ueli Giezendanner entpuppt sich in der Diskussion um die Anti-Offroader-Initiative einmal mehr als eine der wohl primitivsten Erscheinungen in der Classe Politique. Nebst seinen fragwürdigen Standpunkten vernehmen wir auch vieles, was nicht wesentlich zur Bildung der öffentlichen Meinung zur Thematik beiträgt, sondern auf der Redaktion von Glanz&Gloria besser aufgehoben wäre. So liefert Herr Giezendanner u.a. spannendes Hintergrundwissen über das erotische Potential seiner Glatze. Tja, wie auch immer, er ist ja schon ein Hingucker, der Ueli. Wenn er ein Auto wäre, wäre er wohl ein Ferrari, vielleicht sogar ein Lamborghini – und hoffentlich bald verboten.

Überschreitung der Simmenfluh

Saturday, October 4th, 2008

Die Besteigung der Simmenfluh gehört bestimmt nicht zu den grossen alpinistischen Unterfangen in der Region. Die 800hm durch die felsige und ausgesetzte aber unproblematische SW-Flanke finde ich aber auch nach der x-ten Besteigung immer wieder lohnend. Letzten Sonntag überschritt ich die drei Gipfel Sonnighorn, Mittagflue und Hinterhorn von Osten nach Westen.

Seit die Simmenfluh letztes Jahr in Folge eines Artikels im SAC-Magazin “Die Alpen” einen Popularitätsschub erfuhr, scheinen Bestrebungen im Gang zu sein, den Aufstieg mit zusätzlichem Sicherungsmaterial und Markierungen zu entschärfen. In einem Kamin im Schlussaufstieg zum Sonnighorn wurde jetzt wohl sogar eine ganze Felsstufe abgebrochen, um den Weg zum Gipfel zu erleichtern. Eine derartige Entwicklung widerstrebt mir – ebenso der ganze Hype um die Klettersteige. Mich nervt die Tatsache, dass Berge, deren Besteigungen über dem eigenen Niveau liegen, nicht als unbesteigbar akzeptiert werden können. Im Gipfelverzeichnis von Roman Koch sind 5′730 Schweizer Gipfel über 2000m eingetragen – da sollte es ja wohl für jeden was dabei haben. Mein Unverständnis gilt nicht punktuellen Entschärfungen von gefährlichen Stellen, sondern den Tendenzen in unserer Freizeitgesellschaft, alles jedem ermöglichen zu müssen. Nicht dass ich die Gipfelerlebnisse anderen nicht gönnen würde. Es geht um Entehrung von Bergen, Schmälerung der Wildnis und Erschliessung von Rückzugsgebieten für ein zu grosses Publikum. Ein Problem, das viele Gesichter hat und hier wohl nicht das letzte mal thematisiert wurde.